Leider machte ich stets viel zu viele Fotos und deswegen muss ich mich mit der mühsamen Arbeit des Aussortierens beschäftigen. Über das lange Wochenende konnte ich aber wieder einige Alben hochladen:
- Kerala Backwaters
- Gurgaon
- Jaipur
- Delhi
Filed under: Reisen on May 4th, 2008 | No Comments »
Stück für Stück werde ich noch die fehlenden Fotos meiner Reise nachliefern. Heute habe ich die Bilder vom Periyar National Park und von der Hochzeit hochgeladen.
Filed under: Reisen on April 29th, 2008 | No Comments »
Mit einigen Tagen Verspätung kam am Freitag Nachmittag meine DHL-Box an. Eigentlich hätte bereits am Dienstag die Auslieferung erfolgen sollen, doch die Adresse im Computer stimmte nicht und so landete die Box beinahe bei Haus Nr. 2 statt 11. Durch ein Telefonat konnte ich dies aber sehr rasch korrigieren. Am Donnerstag ging dann meine Kiste vergessen und so war es schlussendlich Freitag als mich der DHL-Mann anrief und wir zusammen dann die 50kg die Treppe runtertrugen.
Dort stand die Schachtel bis ich heute morgen mit dem Auspacken beginnen konnte. Bereits nach dem Abheben des Deckels stellte ich fest, dass die Box schon einmal geöffnet wurde. Ich begann mit dem Ausräumen und von den Kleidern und Bettwäsche war noch alles vorhanden. Auch die Elektroniksachen, die Indischen Andenken und der Papierkram erreichten mich zum Glück wieder.
Doch leider wurden auf dem Weg von Gurgaon nach Stäfa mein Schreibzeug, Sonnencreme, Muskatnüsse, Lemongrass Öl, Thai Curry, Anti-Brumm, Gewürze, Kontaktlinsen und die komplette Apotheke mit allen Medikamten herausgenommen. Alles zusammengerechnet kostet dies einiges und einige Dinge kann man leider hier in der Schweiz nicht kaufen. Das heisst jetzt bin ich stinkesauer auf DHL und werde montags ein zünftiges Donnerwetter ablassen, so was geht einfach nicht, schon gar nicht bei einem Internationalen Unternehmen. Sie hätten ja anrufen können und ich hätte diese Stücke im Koffer mitnehmen können. Zumindest eine Information welche Gegenstände nicht mitgeschickt werden dürfen, wäre wohl nicht zuviel verlangt. Bei DHL in Gurgaon fragte mich die Person nur ob ich Geld im Paket habe, was nicht der Fall war, weiter nichts. Somit ist DHL für mich auch gestorben!
Filed under: Schweiz on April 26th, 2008 | 3 Comments »
Seit Mittwoch, 23.04.08 6:20 Uhr bin ich wieder zurück in der Schweiz. Der Flug war leider nicht so angenehm da mein Magen das Fliegen wohl noch nicht so ertrug. Neben mir sass ein Inder, welcher auch in Gurgaon arbeitet und jetzt für sein Geschäft nach Hannover und Berlin gehen muss. Warum er dabei über Zürich fliegt verstehe ich nicht wirklich aber sehr wahrscheinlich sind die zum Teil unlogisch berechneten Flugpreise schuld.
Am Flughafen Zürich ging alles ganz ordentlich und schnell und schon bald sass ich im Auto meiner Mutter. Den Tag habe ich zum Glück noch frei und konnte so meine Sachen auspacken und bereits erste Aufgaben wie die Anmeldung der Krankenkasse und bei der Gemeinde erledigen.
Der Donnerstag war bereits mein erster Arbeitstag wieder hier in der Schweiz und so muss ich mich jetzt recht schnell wieder an den Schweizer Rhythmus gewöhnen. Es sind mir schon einige Sachen nicht mehr geläufig wie früher und ich musste z.B. auch Nachschauen wann die Züge fahren. Weiter fehlt mir jeweils die Person, welche die Türe aufhebt und vor allem wieder schliesst. An viele kleine Dinge gewöhnte ich mich in Indien oder musste ich mich gewöhnen und jetzt geht das gleiche Spiel in umgekehrter Richtung wieder los. Aber dies ist auch das Spannende an einem Auslandaufenthalt.
Filed under: Leben on April 26th, 2008 | No Comments »
Die letzten drei Tage meiner neun Monate in Indien wohnte ich ein zweites Mal in Delhi. Auf dem Programm stand vor allem noch ein wenig Sightseeing und Shopping sowie den Pool des Hyatt geniessen. Am Samstag Abend zogen wir nach einem ersten Schwumm los um einen Anzug für mich zu besorgen. Der Rikshawfahrer brachte uns zuerst zu einem Touristenshop wo ich bereits letzten August einmal abgesetzt wurde wobei dieser steif und fest behauptete, dass dies kein Touristenshop ist und er Parkgebühren zahlen musste und kein Geld für unsere Anlieferung bekam. Nach einigen weiteren Sätzen sah er allerdings ein, dass er es hier nicht mit den klassischen Drei-Tages-Delhi-Touristen zu tun hat und brachte uns zu einem ordentlichen Shop. Zu unserem erstaunen waren die Preise aber nicht wesentlich tiefer als das letzte Angebot des Touristenshops und auch eine Rückbestätigung bei einem Kollegen bestätigte, mit ca. 8000 Rupien muss man für einen Anzug rechnen. Bei 8500 für ein Anzug plus Extrahose schlug ich dann ein und liess mir die Masse nehmen.
Zurück im Hyatt gönnten wir uns eine Pizza von Renato Riccio, dem Koch des Italienischen Restaurants, bevor wir dann zum Club Capitol aufbrachen. Beim Eingang werden die 2000 Rupien Eintritt zum Glück gleich in Getränkebons verwandelt und bestellten uns einen Mojito und einen Caipiroska, welche auch fast so schmeckten. Natürlich wurde ein DJ aus Mumbai eingeflogen welcher die besten Tracks meiner Bollywood-CD “2007 It’s rocking” spielte. Es war aber sehr unterhaltsam den Grossstadtindern beim Partymachen zuzuschauen und mit Turbanen unter Baseballkappen, zu kurzen Röcken und völlig Betrunkenen zeigte sich Indien noch von einer anderen Seite.
Bei Zeiten brachen wir unsere Zelte ab und kehrten zum Hotel zurück, denn bei Corinne kündeten die Bakterien im Magen ein Rachezug gegen die verschiedenen Tabletten der letzten fünf Tage an. Scheinbar waren diese Dinger nicht Tod zukriegen und so musste um sechs Uhr in der Nacht ein Doktor her. Nach einer kurzen Analyse verschrieb er einen neuen Satz an Tabletten und es gab eine kleine Spritze in den Hintern.
Später ging ich dann alleine das grosse Frühstücksbuffet abzubauen und machte mich dann auch an den Pool. In der Mittagszeit kehrte ich kurzzeitig in das Zimmer zurück um nach der Patientin zu schauen. Den Nachmittag verbrachte ich erneut beim Pool und gegen Abend wollte ich meinen Anzug beim Schneider probieren. Doch als ich im Zimmer ankam um mich kurz umzuziehen wurde mir sehr schlecht und ich musste mich hinlegen. Leider wurde es dadurch nicht besser und ich musste mich Übergeben. Ich quälte mich doch noch bis zum Schneider und sprach mit dem Hotel Management über das Problem mit derem Essen aber danach wollte ich nur noch ins Bett.
Am 21.04. mussten wir leider nach Gurgaon um noch einige Dokumente auszudrucken, welche ich zur Ausreise benötige. Ebenfalls sollte ich das Sicherheitsdepot zurückerhalten und ein Spitalbesuch war ebenfalls angesagt. Leider fühlte ich mich oder besser gesagt wir uns überhaupt nicht wohl als wir den Taxi bestiegen, doch der Fahrer war sehr nett und dies half auch schon. Alles klappte eigentlich sehr gut ausgenommen die Einzahlung des Depots. Leider bekam ich die 200′000 Rupien in lauter Hunderter und man darf maximal 49′999 Rupien pro Tag steuerfrei einzahlen. Da dies ja mein zweit letzter Tag war, wusste ich schon, dass dies nicht aufgehen würde. Also zahlte ich an diesem und am nächsten Tag jeweils 49′000 auf mein und das Konto meines Mitbewohners ein. Dies war dann auch praktisch die einzige Beschäftigung am letzten Tag.
So hatten wir eigentlich sehr wenig von den letzten Tagen in Delhi, ein leider etwas enttäuschender Abschluss der grossartigen Reise durch Indien. Aber leider kann man die Gesundheit nicht kontrollieren und schlussendlich muss man doch froh sein wenn es nichts schlimmeres ist. Als Abendessen bestellten wir ein zweites Mal im Hyatt gedämpftes Gemüse und ein wenig Reis bevor wir uns zum Flughafen aufmachten. Zuerst checkte ich meinen Koffer ein und kurz bevor ich durch die Kontrolle hätte gehen müssen, konnte auch Corinne noch ihren Rucksack abgeben. So konnten wir zumindest zusammen anstehen und warten bis um 1:30 Uhr mein Swiss-Flieger gehen musste. Ihre Reise ging dann zwei Stunden später in die entgegengesetzte Richtung nach Bangkok.
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Ein netter Teamkollege feierte am 18. April seine Hochzeit in Jaipur. Also planten wir diesen kurzen Ausflug nach Rajasthan von Anfang an in unseren Ferien mit ein. Natürlich war es auch eine Möglichkeit nochmals alle Anderen vom Team zu sehen, da alle planten der Hochzeit beizuwohnen.
Gerade vis à vis von Westend Heights befinden sich zwei Taxiunternehmen, nach zwei Mal hin und her wechseln hatte ich einen anständigen Preis für die 220km nach Pink-City. Das Auto mit Fahrer musste dann natürlich erst organisiert werden aber wir hatten Glück und unser Fahrer Rajiv Kumar schien ein interessierter und cleverer Typ zu sein. In Jaipur kannte ich mich noch ein wenig aus, da ich letzten Herbst schon einmal dort war und das Hotel blieb auch das Gleiche, auch Corinne bestätigte, dass es eine schöne und gute Adresse ist.
Die jetzt fertig gebaute Dachterasse lud zum Nachtessen ein und mit einem frühen Schlaf bereiteten wir uns auf den folgenden Sightseeingtag vor. Am Morgen starteten wir mit dem Jaigarh Fort, welches sich oberhalb des bekannten Amber Fort befindet. Der Aufstieg in der Hitze war anstrengend wurde aber mit einem interessanten Fort belohnt. Auch unser Fahrer kam mit und freute sich, dass wir ihn mit rein genommen haben und wollte jeden kleinen Winkel der Festung besichtigen. Beim Abstieg schauten wir noch kurz ins Amber Fort rein, einen offiziellen Besuch liessen wir aber aus.
Für ein Foto stoppten wir noch beim Lake Palace. Danach gings weiter zum Tempel der Winde, welcher sich in der Innenstadt (Pink City) von Jaipur befindet. Vor der Besichtigung des Tempels musste aber noch ein Zwischenstopp in einem Restaurant eingelegt werden, um das Mitagessen zu sich zu nehmen. Danach konnte die Erkundungstour durch Jaipur mit neuen Kräften weitergehen. Die Tour beinhaltete wie schon erwähnt Tempel der Winde, City Palace, Jantar Manter und die Bazar Road. Beim letzten Stück ist unser Fahrer eher hinter uns hergeschlichen und von seinem anfänglichen Tatendrang war nicht mehr so viel zu spühren. Anscheinend ist er noch nicht so Touristenerpropt wie wir, er hat sich allerdings, für einen Anfänger, sehr gut geschlagen.
Nach einer kurzen Erholung im Hotelzimmer, machten wir uns um 20.00 Uhr auf, um die Hochzeit zu besuchen. Zuerst mussten wir allerdings noch unseren Fahrer aufwecken und das Festgelände suchen. Es stand uns nämlich keine genaue Adresse zur Verfügung sonder nur eine ungefähre Beschreibung des Standortes. An der Strasse an der das Fest stattfinden sollte, fanden zudem noch ca. 10 andere Hochzeiten statt. Mit etwas Glück fanden wir jedoch gleich beim ersten Versuch die richtige Veranstaltung und erreichten den Eingang gerade zu dem Zeitpunkt als der traditionell gemäss gekleidete Bräutigam auf seinem weissen Perd eintraf. Die Hochzeit war für indische Verhältnisse stilvoll aufgezogen, das Festgelände und das Buffet waren riesengross. Wir assen und unterhielten uns mit einigen interessierten Indern und mussten auch noch für einige Kinder als Abendunterhaltung hinhalten.
Nachdem die Braut auf einer Sänfte hineingetragen wurde, gab es eine kleine Zeremonie in der sich das Brautpaar gegenseitig Blumenketten umlegte. Danach folgte das Stundenlange Fotoshooting, bei welchem jeder Gast ein Foto mit dem auf einer Bühne sitzenden Brautpaar machen muss. Auch wir mussten für ein Foto hinhalten. Nach drei Stunden verabschiedeten wir uns vom Fest und fuhren erschöpft zum Hotel zurück.
Am nächsten Tag hiesse es früh aufstehen um die 5 stündige Rückfahrt nach Delhi anzutreten, wo wir auch um 16.00 Uhr ankamen und uns direkt an den Pool setzten.
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Ein letztes Mal kehrte ich wieder in die Wohnung nach Gurgaon zurück. Es ist doch sehr angenehm nach den Reisen in den Norden und den Süden jeweils nach Hause zu kommen. So konnten wir alles Waschen unser eigenes Essen zubereiten und eine grosse DHL Kiste mit Allem, was ich die nächsten Tage nicht mehr brauche, füllen. Ganz zum Schluss stand dann noch das Abgeben der Wohnung auf dem Plan und dies alles zeitlich richtig zu kordinieren war doch eher mühsam.
Zum Glück hat fast alles bestens geklappt. Am 15.4. wurden uns am Morgen zwei aufklappbare Kisten von DHL angeliefert. Am gleichen Tag waren wir aber auch in Dilli Hat (Markt in Delhi) einkaufen. Auf dem Weg dort hin, machten wir noch ein Zwischenstopp im Office damit ich noch einige Sachen erledigen kann und nebenbei wurde unsere Wäsche leider nicht von Geisterhand gewaschen.
Gleich stressig ging es am folgenden Tag weiter, da stand sicher an erster Stelle das wohl überlegte Packen der Kiste an. Auch die Rechnung für das Taxiunternehmen musste noch beglichen werden, wozu aber zuerst der erste Teil des Apartment-Deposits angeliefert werden musste. Am Abend kam dann auch noch die Putzfrau um das Apartment sauber zu machen und einige Gegenstände zu übernehmen. Der Spass begann aber erst als die DHL-Männer angeschlichen kamen. Völlig erstaunt über die Grösse dieser Schachtel wussten sie gar nicht mehr was zu tun ist. Natürlich hatten sie auch kein Klebeband dabei und in den Lift schieben ging auch nicht. So versuchten wir die Box leicht quer zu stellen um sie so durch die Aufzugstüre zu bringen. Dabei zeigte die angeblich robuste (gemäss Werbung) DHL-Box bereits ihre Schwächen und als der Typ seinen Fuss, welcher zwischen Schachtel und Liftwand eingeklemt war, herauszog, war schwupps alle unsere Sachen im Aufzug verteilt. Da musste man natürlich zuerst ein, zwei Mal tief Durchatmen bevor die zweite Box aufgestellt wurde und Corinne sich erneut ans Einfüllen machte. Da jetzt alles viel schneller gehen musste, konnte der Inhalt nicht mehr so clever geordnet werden aber zum Glück waren wir vom Gewicht am Limit und nicht vom Volumen. Danach organisierten wir selber Klebeband, und plötzlich standen die DHL-Männer wieder da, mit Klebeband. So verschlossen wir die Box ordentlich und der Abtransport klappte. **Ich folgte dem Paket noch bis zur DHL-Zentrale in Gurgaon um dort den Versand zu bezahlen. Zuerst wurde das Gewicht mit 55kg gemessen, was dazu geführt hätte, dass diese als 75kg-Kiste hätte verschickt werden müssen. Doch zu Hause wog sie noch 48kg darum akzeptierte ich dies nicht und nach ein paar Mal hin und her waren es schlussendlich doch nur 50kg. In dieser Zeit wartete Corinne geduldig auf den Schneider, welcher ihr Kleid anliefern sollte. Doch leider vergebens und er konnte es auch bis zum bitteren Ende nicht liefern, keine Ahnung was mit dem Saree passierte. Auf alle Fälle forderten wir am nächsten Tag das Geld zurück was wir bereits bezahlt hatten.
Am 17.4. hiess es endgültig Abschied nehmen von Westend Heights, E-171 und völlig unerwartet pünktlich kam der Vermieter um die Wohnung abzunehmen. Da wir während der ganzen Zeit Sorge tragten war er mehr als Happy mit dem Zustand und gab uns das komplette Sicherheitsdepot zurück, hätte er es dann dabei gehabt. Er versprach aber das Geld so schnell wie möglich einzuzahlen. In einem solchen Moment ist man sehr, sehr froh, dass der Flieger zurück in die Schweiz nicht am gleichen Abend geht.
Dafür fuhr wenig später unser Taxi mit uns Richtung Jaipur. Zuvor verteilten wir noch die restlichen Resten an die Leute auf der Strasse und ich versteigerte auch noch mein Fahrrad. War eine sehr lustige und schöne Aktion, mit einem glücklichen Käufer. Ich musste sogar noch eine Quittung ausstellen wobei er seinen Namen nur in Sanskript schreiben konnte. Und auch die Rikshawfahrer, welche zuvor einige Froteetücher, eine Personenwage und eine Flasche Rotwein erhielten waren um unser Wohl bemüht und fuhren uns die 50m zurück zum Apartment natürlich kostenlos. Es ist schon schön anzusehen, dass die Leute an dem, was man schweren herzens weggeschmissen hätte, viel Freude haben.
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Unser super Fahrer Aneesh brachte uns noch zum Flughafen von Kochi wo wir uns von ihm verabschiedeten. Bis wir unser Gepäck einchecken konnten, machten wir noch eine Runde durch die Shops im Flughafen und besorgten uns zusätzliches Bargeld.
Nachdem die Flugformalitäten erledigt waren, bestiegen wir das Propellerflugzeug von Kingfisher. Dieses flog etwas mehr als eine Stunde über das Meer und setzte auf einem Nichts von einem Eiland, welches sich Agatti nennt, zur Landung an. Vom Flugzeug spazierten wir zum Einraumterminal wo ein netter Herr alle Formalitäten erledigte. Bis das Gepäck und die Fracht für das Hotel auf dem Boot verladen waren, warteten wir im Schatten der Palmen. Das Boot erreichten wir dann über ein Floss, da es keine wirkliche Anlegestelle gab.
Zuerst fuhren wir der langen schmalen Insel Agatti entlang, bevor das Schiff an einem markierten Punkt das Riff verlassen konnte. Einige andere Gäste konnten es bereits nicht mehr abwarten bis sie sich am Strand bräunen konnten und legten sich somit bis zum Ende der Bootsfahrt eher einen rötlichen Tan zu. Auch bei Bangranam musste das Schiff das Riff gekonnt umfahren. Sam, der Hotelmanager, wartete bereits am Strand auf seine neuen Gäste und gab, nachdem alle wieder per Floss an Land transportiert wurden, einige Informationen über die Unterkunft und die Insel bekannt. So erfuhren wir, zu frischer Kokosnuss, dass es auf der 51 Hektar grossen Insel keine gefährliche wilden Landtiere gibt, die wenigen Einheimischen ganz nett sind und dass das Hotel eco-friendly ist und darum keine ACs hat und kein Gas zum Kochen verwendet.
Der komplette Resort besteht neben den Bungalows mit den Zimmern aus einem Tauch-, Wassersport- und Ayurveda-Center, einer Bibliothekshütte, einer Reception mit Shop sowie einem Restaurant und Strandbar. Das Zimmer 111 ist geräumig, stilvoll eingerichtet aber erlebnismässig einfach ausgestattet. Für uns war es alle mal komfortabel genug, das wir ja auch schon in Hotes übernachtet haben welche einen viertsigstel gekostet haben und passte unserer Meinug nach genau zur kleinen Insel. Aussen am Zimmer befand sich eine kleine Veranda mit zwei Stühlen und an den schattenspendenden Palmen vor den Hütten, wurden Hängematten montiert.
Natürlich gönnten wir uns so rasch als möglich ein Bad in der Sonne und im glasklaren Wasser und machten uns dann für den Sonnenuntergang auf eine Inselüberquerung bereit. Dazu braucht es nicht viel; in nicht einmal fünf Minuten steht man auf der anderen Seite der Insel.
Das Abendessen war ein weiteres Highlight. Am Strand wurden für alle Gäste kleine Tische aufgestellt und auch das Buffet war optisch und geschmacklich ausgezeichnet. Beginnen konnten wir das Essen mit einem nach Wunsch zusammengestellten Salat. In zehn bis zwölf, durch brennende Kokosnussschalen erhitzten, Töpfen standen diverse hauptsächlich Indische Gerichte bereit. Zusätzlich gab es noch den Fisch des Tages vom Feuer und ein Dessertbuffet mit diversen Früchten und anderen Süssigkeiten. Die Atmosphäre beim Essen direkt am Meer auf Sand und unter Mond- und Sternenlicht war wirklich das Sahnehäubchen des Lakkadivenaufenthalts.
Die Tage verbrachten wir mit Schwimmen, “Sünnele”, Kayaken oder Erforschen der Insel. Dazu gehörte eine Umrundung der Insel, das Auffinden des einzigen Süsswassersees von Lakshadweep und das Erkunden der Sandbank zur Ebbezeit am Morgen. Die drei Tage und vier Nächste vergingen im Nu und am Schluss blieb gar keine Zeit mehr für die angebotenen Aktivitäten wie Schildkrötenschnorcheln und Inselausflüge.
Dies war aber gar nicht so tragisch, weil wir auf der Rückfahrt nach Agatti viele Riesenwasserschildkröten vom Schiff aus sehen konnten und vor lauter Freude zeigten sich auch noch einige Delphine ihre Sprungkünste.
Der Rückflug mit Indian Airlines war dann wesentlich aufregender als der Hinflug. Die Maschine, welche sich auf der Piste befand war ganz schön klein. So hatte jeder Passagier ein Fensterplatz und statt einem Fernseher war der Pilot die Bordunterhaltung zu sehen. Nach wenigen Metern Beschleunigung zog der Pilot den Flieger bereits hoch und drehte noch eine Show-Schleife über einem Kreuzfahrtschiff. Ein kurzer Schreckmoment war, als der Pilot an einem Kabel herumfummelte und so dass Kockpit ein wenig in Rauch hüllte, doch die Motoren dröhnten mit gleicher Lautstärke weiter und so legte sich jegliche Besorgniss.
Bei der Buchung überlegten wir uns lange ob wir die Lakkadiven besuchen sollten oder es, dem hohen Preis wegen, doch besser sein lassen. Nach den vier Tagen war uns beiden aber klar, dass wir richtig entschieden hatten und sich neben dem unglaublich klaren Wasser welches blau, türkies und grün erschien, dem weissen Sandstrand wie aus dem Bilerbuch vor allem auch der Resort als sehr schön und gelungen erwies. Denn neben der tollen Atmosphäre war der Serive hervorragend und so wurde unser lärmiger Deckenventilator innert zehn Minuten ausgetauscht, was in Indien wohl eher einem Wunder gleich kommt.
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Aus den Tee- und Gewürzreichen Cardamon Hills gings hinunter auf Meereshöhe in die Backwaters von Kerala. Zwischen Kochi bis fast nach Trivandrum ist die Küstenregion von Flüssen, Seen, Kanälen und Reisfeldern übersäht. Hier ist Wasser das Dominante Element. Vieler Orts fehlen die Strassen und das Leben der Leute spielt sich am, auf und im Wasser ab.
Den erste Tag/Nacht wohnten wir auf einem Hausboot, welches natürlich auch im klassischen Reisbarkenstil gebaut wurde. Nachdem wir an Bord gingen, fuhren wir einige Kilometer bevor wir mittem in einem See für den Lunch stoppten. Unsere Crew bestand aus einem Kapitän, einem Koch und einem Gehilfen. Nach dem Essen gab es noch eine Verdauungspause bevor der Motor erneut angelassen wurde und wir uns auf eine Rundfahrt durch Reisfelder und vorbei an kleinen Hütten machten. Kurz vor dem Erreichen des Anlegeplatzes für die Nacht wurde es noch spannend, denn am Himmel zeichnete sich ein Gewitter ab. Der Wind, vor welchem sich unser Kapitän fürchtete, nahm immer mehr zu und auch die Blitze kamen immer näher. Uns gefiel die Atmosphäre sehr gut und als wir dann angelegt hatten und der Regen hinweggezogen war, war alles nur halb so schlimm und wir bekamen unser Nachtessen serviert.
Für die Nacht hatten wir eine Kajüte mit eigenem Bad und auch der Rest des Hausbootes war sehr komfortabel und schön. Am nächsten Tag gab es natürlich auch noch ein Frühstück und eine halbe Stunde Fahrt zum Hafen von Alleppey stand auf dem Programm.
Dort wartete auch schon unser Fahrer, welcher uns zuerst zur Beach von Alleppey brachte und später Richtung Kochi fuhr um uns ca. 20km ausserhalb der Stadt beim Pristine Island Resort abzuladen. Das Hotel befindet sich auf einer künstlichen Insel mit Garten und die Zimmer werden als Floating Cottages bezeichnet, sprich sie schwimmen auf dem Wasser. Nach Ankunft schnappten wir uns das zur Verfügung stehende Pedalo und drehten eine Runde auf den Backwaters. Dabei besuchten wir auch einige Leute die am Ufer wohnen oder da einfach nur sassen.
Am Abend war eine Sunset Cruise angesagt. Wie es in Indien passieren kann, musste die Bootsfahrt leider mit einer Stunde Verspätung gestartet werden, als die Sonne bereits untergegangen war. Eine Nachtfahrt hat aber auch seinen Reiz, vor allem als erneut ein Gewitter am Aufziehen war, nur dieses Mal war das Boot viel kleiner. Mit mehr Glück als Verstand schaffte es der Kapitän aber mit den ersten grossen Tropfen zurück zum Resort. Dort genossen wir den Gewittersturm mit Regenguss auf dem Balkon.
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Der Periyar National Park ist eines von 28 Tigerreservaten in Indien. Zurzeit leben aber nur 5 Tiger im Park und das letzte Mal wurde im Dezember einer gesichtet. Wir besuchten den Park aber nicht des Tigers wegen, sondern weil der Stausee mitten in Wald- und Wiesenhügeln seinen ganz eigenen Reiz hat.
Gewohnt haben wir im TreeTop Hotel in Thekkady, etwa 300m vom Parkeingang entfernt. Die Zimmer waren jeweils in kleinen Steinhütten untergebracht und waren Upper-Indian Standard. Nach der Ankunft im Hotel und einem Lunch im Restaurant gingen wir auf Entdeckungstour. Gelandet sind wir beim Elefanten Camp, wo wir uns für ein Zweistundenprogramm entschieden. Während der ersten Stunde sind wir auf dem Elefanten durch den Garten des Camps und durch das Dörfchen geritten. Dabei zeigte der Mahoud (Elefantentreiber) wie der Elefant arbeiten kann und wies diesen an, einige Baumstrünke zu verschieben und zu platzieren. Nach der Arbeit stoppten wir für einen Chai und Bananen bei einem kleinen Shop, wo auch der Elefant einige Bananen bekam, da er ja die Hauptarbeit erledigte. Ganz verschwitzt und dreckig wie der Elefant nach dem Ausritt war, musste er natürlich gewaschen werden. Er legte sich in einen kleinen Teich und wir schruppten mit Bürsten und Kokosnussschalen die dicke Haut. Dabei konnten wir natürlich alle Details eines Elefanten von ganz Nah betrachten und viel über dieses Tier erfahren. Zum Abschluss durften wir den Elefanten füttern.
Am Abend schlug es Corinne erneut auf den Magen, wodurch wir das Programm des nächsten Tages noch offen liessen. Eigentlich wollten wir ein Trekking machen aber da um 6 Uhr morgens niemand so richtig sagen konnte ob und wann eines stattfinden sollte, entschied ich mich spontan auf das 7 Uhr Sightseeingboot zu gehen. Die Fahrt entpuppte sich als sehr unterhaltsam, nicht wegen den Tieren die jeweils gleich davonliefen, sondern weil meine Indischen Bordkumpanen nicht die kleinste Spur von Intelligenz an den Tag legten und einen riesen Meiss auf dem Boot verursachten.
Aus diesem Grund störte es mich überhaupt nicht am späteren Nachmittag nochmals zusammen mit Corinne auf das Schiff zu gehen. Auch wenn man dies dem Zufall zuschreiben könnte, ich denke es lag am Benehmen dieser Passagieren, dass wir viel mehr Tiere sehen konnten. Wir sahen viele verschiedene Vögel, Büffel, Rehe, Wildschweine, eine Schildkröte und am Morgen auch noch Elefanten.
Dem Reiseführer entnahmen wir das es im Shalimar Spice Garden feine Italienische Gerichte gibt und für so was fahren wir doch gerne 5km durch den Wald. Die Menukarte verriet uns dann aber, dass das Hotel wohl übernommen wurde und die Italiener ihre Koffer gepackt hatten. Zum Glück erinnerten die Home Made Pasta noch an die guten alten Zeiten, die Form der Nudeln war zwar schon sehr Indisch aber der Geschmack passte uns ganz gut.
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